Der Fahrplan zum Mobilitätskonzept 2030+
Prozessablauf und Meilensteine

Von heute auf morgen lassen sich die wenigsten Dinge regeln. So benötigt auch die Erstellung eines guten Konzeptes eine gewisse Zeit. Für die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes Leverkusen 2030+ sind rund zwei Jahre eingeplant.

Das erste halbe Jahr nutzen die Gutachter, um sich ein umfassendes Bild von der Situation in Leverkusen zu machen und die Ergebnisse der Bestandsanalysen anschaulich darzustellen.

Zudem wird ein interfraktioneller Arbeitskreis zur Beteiligung der Politik und weiterer Akteure in der Stadt ins Leben gerufen. Dieser begleitet den Prozess in regelmäßigen Sitzungen.

Zeitgleich werden bereits die nächsten Schritte geplant und vorbereitet. Dies ist zum einen die Beteiligung der Öffentlichkeit, welche im September 2018 mit dem Auftaktforum, der Onlinebeteiligung sowie Planungsradtouren und -spaziergängen beginnt. Weitere Bürgerforen sind zu den jeweils nächsten Arbeitsschritten Anfang und Ende 2019 vorgesehen.

Gegen Ende der Analysephase erfolgt die Ausarbeitung von Entwicklungsszenarien und Prognosen, um daraus eine abgestimmte Zieldefinition zur Entwicklung der zukünftigen Mobilität in Leverkusen herzuleiten. In dieser Phase verständigt sich die Stadtgesellschaft darauf, wo der Weg hingehen soll und in welchen Feldern besondere Prioritäten zu setzen sind.

Die Ziele nehmen eine besondere Rolle ein: Sie dienen den Planern aus der Verwaltung und den Entscheidungsträgern aus der Politik als zukünftiger Orientierungsrahmen. Anhand der definierten Ziele lassen sich zukunftsfähige Maßnahmen ableiten und umsetzen. Ebenso sollen sie den Bürgerinnen und Bürgern, Akteuren aus Wirtschaft, sozialen Bereichen und allen anderen Interessenvertretern Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung der Mobilität aufzeigen. Daher ist die Einbindung der Menschen in den Bearbeitungsprozess, in die Diskussion von Herausforderungen und Zielen ein wichtiger Baustein des Mobilitätskonzepts.

Direkt daran anschließend und auf den Ergebnissen der Analysen und Zielsetzungen aufbauend findet bis zum dritten Quartal 2019 die Phase der Maßnahmenerarbeitung und -untersuchung statt. Während dieser Zeit entwickeln die Gutachter gemeinsam mit Verwaltung, Politik, Akteuren und Öffentlichkeit ein umfassendes, integriertes Handlungskonzept mit konkretem Maßnahmenkatalog.

Auf die Umsetzung dieser Maßnahmen wird die Stadt Leverkusen in den kommenden Jahren ihre Mobilitäts- und Verkehrsplanung ausrichten, um so die gesetzten Ziele erreichen zu können. Die Maßnahmen werden hinsichtlich ihrer voraussichtlichen Kosten und Wirkungsbeiträge bewertet und priorisiert. Ferner werden Indikatoren zur regelmäßigen Wirkungsüberprüfung und Evaluation angegeben.

Ende 2019 soll dann das fertige Mobilitätskonzept in gedruckter Form vorliegen und politisch beschlossen werden. Damit endet auch die Arbeit der beauftragten Gutachterbüros, die der Verwaltung und der Akteure in Leverkusen geht mit Einleitung und Umsetzung der Maßnahmen dann jedoch erst richtig los...

 

Übrigens: natürlich steht die Planung der Stadt Leverkusen während der Konzeptphase nicht still. Alle anderen Planungen und Prozesse laufen weiter wie gewohnt und bereits beschlossene Projekte werden auch während dieser Zeit gestartet bzw. umgesetzt. Ein laufender Prozess, der ständig in der zu erarbeitenden Mobilitätskonzeption berücksichtigt wird.