Das Mobilitätskonzept Leverkusen 2030+

Leverkusen - wachsende Großstadt mit alten und neuen Herausforderungen

Die Stadt Leverkusen - kreisfreie Großstadt mit rd. 166.000 Einwohnern und eng verflochtenes Mittelzentrum in der Metropolregion Rheinland - wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Dadurch werden auch die Anforderungen an die größtenteils bereits heute stark ausgelastete Verkehrsinfrastruktur steigen.Der "alte" Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2005 entspricht dabei nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

Zukünftige Herausforderungen können - auch unter Berücksichtigung der Ansprüche einer alternden Gesellschaft und dem Beitrag zur Energiewende - nicht mit dem bisherigen Angebot beantwortet werden. Vielmehr werden neue Ansätze und Lösungen benötigt, um eine zukunftsfähige, bedarfsgerechte und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur zu garantieren.

Integrierte Herangehensweise des Mobilitätskonzepts 2030+

Die Organisation der privaten und öffentlichen Mobilität muss dabei einer Vielzahl an Aufgaben gerecht werden, denn Mobilität ist vielseitig. Das Mobilitätsgeschehen spielt sich nicht nur auf den Straßen ab, sondern auch auf Gehwegen, Radwegen, Schienenstrecken oder auf den Plätzen der Stadt sowie über die Stadtgrenzen hinaus (Pendlerverkehre). Mobilität bedeutet auch die Betrachtung aller Bevölkerungs- und Altersgruppen. Daher gehören zur Mobilität auch die Barrierefreiheit, die Qualitäten des öffentlichen Raumes, die Verkehrssicherheit oder die Möglichkeit, je nach Bedürfnis unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen zu können. Neue Mobilitätsformen wie CarSharing oder Elektromobilität und die Vernetzung der Verkehrsmittel sind bereits aktuelle Themen, die Eingang in die Planungsstrategien finden müssen.

Gleichzeitig sind auch die negativen Effekte heutiger Mobilität in Leverkusen zu betrachten. Dazu gehören zum Beispiel Lärm und Luftschadstoffe und der notwendige Bedarf nach Klimaschutz.

Neue Herausforderungen brauchen innovative Lösungswege

Die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der aktuellen und zukünftigen Mobilität erfordern ein zukunftsfähiges und integriertes Mobilitätskonzept. Dieses soll insbesondere einer bedarfsgerechten, bezahlbaren und nachhaltigen Infrastrukturentwicklung und Mobilitätsversorgung dienen, um die Mobilität sowohl auf die bereits heute bestehenden Herausforderungen als auch die der kommenden Jahre auszurichten. Es soll der Rahmen für die zukünftige Mobilitätsentwicklung und -planung gesetzt und der Weg gewiesen werden, um die notwendigen Veränderungen in Leverkusen einzuleiten.

Während der Analysephase wurden die folgenden Themenfelder abgeleitet, die im Verlauf des Projektes weiter konkretisiert und ausgearbeitet werden:

  • allgemeines Mobilitätsverhalten,
  • Fußverkehr, Barrierefreiheit & Straßenraumgestaltung,
  • Radverkehr,
  • fließender & ruhender Kfz-Verkehr,
  • Wirtschafts- und Pendlerverkehr und
  • Mobilitätsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Siedlungsentwicklung & Verkehrssicherheit.

Anschließend wurden die größten Stärken und Schwächen je Themenfeld in Leverkusen aufgezeigt und vorrangige Handlungserfordernisse definiert. Im weiteren Projektverlauf werden diese Erkenntnisse, in Zusammenhang mit den zuvor noch zu definierenden Zielen, Grundlage der Maßnahmenentwicklung sein.

Gemeinsam zum Ziel

Die Beteiligung der Öffentlichkeit hat einen hohen Stellenwert im Prozess. Die gesamte Entwicklung des Konzepts erfolgt unter Beteiligung von Verwaltung, Politik, von Institutionen und Verbänden und der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind die eigentlichen Experten vor Ort, denn Sie sind tägliche Verkehrsteilnehmende in Leverkusen.